ink on paper, 113 x 550 cm
ink on paper, 113 x 550 cm
ink on paper, 113 x 550 cm
ink on paper, 113 x 550 cm
ink on paper, 113 x 550 cm
ink on paper, 113 x 550 cm
ich mir mich
The work "I Me Me" explores and visualizes the process of psychoanalysis. Three years, three times a week, 300 hours.
It transforms this experience into a single drawing measuring 1 x 5.5 meters, in which the notes, memories, reflections, sensations, and feelings—written down in seven notebooks immediately after each session—combine to form a single work. This transcription of the original notes was created several months after the completion of the 300 hours. It is the artist's own analysis.
Analysis, as a continuous, intensive process of differentiation that heightens self-awareness and awareness of others, signifies upheaval and transformation. "I Me Me" also visualizes this turning point as a transition from one medium to another: from photography to drawing.
Can I make the complex nature of the analytical process visible, the timeframe visually tangible, and bridge the gap between the specific and the general?
Can I transform the intellectual exploration during and after the analysis?
What influence does the process of cognitive, emotional, and physical repetition have on the work?
Everything is consistently written in lowercase, umlauts are spelled out, dots on the letter i are omitted, and punctuation is reduced to periods and commas. No corrections were made to the original text.
The text is legible, but very small; one has to make an effort to decipher it. It is left to the viewer to approach the drawing closely, to make an effort and discern its nuances, or to view the work from a distance and understand it on a purely graphic level as a visual diagram. Approaching the work reveals a complexity that only becomes apparent upon closer inspection.
The work is very personal and individual, yet ultimately it addresses ubiquitous, essential, and universal questions.
ich mir mich
Die Arbeit „ich mir mich“ beschäftigt sich mit der Auseinandersetzung und Visualisierung einer Psychoanalyse. 3 Jahre, 3 mal die Woche, 300 Stunden.
Sie bringt sie in eine Form, in der sich die Notizen, Erinnerungen, Reflexionen, Empfindungen und Gefühle, die direkt nach den einzelnen Sitzungen in insgesamt sieben Heften niedergeschrieben wurden, zu einer 1 x 5,5 Meter großen Zeichnung zusammenfügen. Diese Abschrift der Originalnotizen entstand einige Monate nach Beendigung der 300 Stunden. Es ist die eigene Analyse.
Die Analyse als ein kontinuierlicher, intensiver Differenzierungsprozess, der die Wahrnehmung für einen selbst und den anderen steigert, bedeutet Umbruch und Wandel. „ich mir mich“ visualisiert diesen Wendepunkt auch als Übergang von einem Medium zum anderen: von der Fotografie zur Zeichnung.
Kann ich den komplexen Charakter des Analyseprozesses sichtbar und den Zeitraum visuell erfahrbar machen, und eine Brücke vom Spezifischen zum Generellen schlagen?
Kann ich die geistige Auseinandersetzung während und nach der Analyse transformieren?
Welchen Einfluss auf die Arbeit hat der Prozess der kognitiven und emotionalen, wie auch der ausführenden physischen Wiederholung?
Alles wird konsequent klein geschrieben, Umlaute ausgeschrieben, auf i- Punkte verzichtet und die Satzzeichen auf Punkt und Komma reduziert. Es wurden keine Korrekturen an den Originalschriften vorgenommen.
Der Text ist lesbar, doch sehr klein geschrieben, man muss sich anstrengen, ihn zu entziffern. Es ist dem Betrachter überlassen, nah an die Zeichnung heranzutreten, sich zu bemühen und eine Differenziertheit zu erkennen, oder die Arbeit aus der Ferne zu betrachten und sie auf einer rein graphischen Ebene als visuelles Diagramm zu begreifen. Beim Herantreten entsteht eine Vielschichtigkeit, die sich einem erst bei genauerem Hinsehen eröffnet.
Die Arbeit ist sehr persönlich und individuell, doch am Ende thematisiert sie allgegenwärtige, essentielle und universale Fragen.